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Belt: „hä“-Ruf
Ein kurzer Anlauf und ein gehaltenes „hä“ in der Höhe, wie ein Ruf von der Musicalbühne, aber auf gesunder Stütze.
Zwei schnelle Töne und ein gehaltenes „hä“ auf der Quinte: Grundton, große Terz, dann ein langer Ton über drei Schläge. Das ist ein kurzer Belt-Ruf von der Musicalbühne, gesungen auf gesunder Stütze. Belt ist der helle, kräftige, sprechnahe Klang. Der Anlauf legt Tonhöhe und Atem fest, und das helle „hä“ hält den Vokal vorne, wie ein gesprochener Ruf quer durch einen Raum. Das Pattern liegt im oberen Teil deines Umfangs.
So geht's
- Hör dir zuerst das ganze Pattern am Klavier an, damit du weißt, wo der lange Ton landet.
- Atme tief, mit entspanntem Bauch, und sprich „hä“ in normaler Ruflautstärke, um den Klang zu finden.
- Sing die zwei schnellen Töne leicht, lande dann auf dem gehaltenen Ton und halte ihn drei Schläge lang stabil.
- Beobachte deine Tonhöhenlinie auf der Roll. Ziel ist eine flache Linie auf dem gehaltenen Ton.
- Ruh dich im stillen Schlag aus und wiederhole dann. Mach längere Pausen zwischen den Runden, wenn deine Stimme müde wird.
Tipp vom Coach: Sprich das „hä“, schrei es nicht: heller Vokal, gehobene Wangen, Bauch arbeitet. Hals locker; bei Kratzen sofort aufhören.
Worauf du achten solltest
Der klassische Fehler ist, aus dem Ruf ein Schreien zu machen. Sprich ihn, schrei ihn nicht: heller Vokal, gehobene Wangen, lockerer Hals und gleichmäßige Luft aus dem Bauch. Schreien lässt die Tonhöhe nach oben kippen und den Hals zupacken. Achte darauf, ob du von unten zum gehaltenen Ton hinaufschleifst. Triff ihn direkt. Die Toleranz ist hier etwas größer, aber Genauigkeit zählt trotzdem. Wenn es kratzt, kitzelt oder wehtut, hör sofort auf, geh tiefer und versuch es leichter oder erst morgen wieder.
Für wen
Gedacht für Sängerinnen und Sänger mit etwas Erfahrung, die Belten in einer sicheren, kurzen Form ausprobieren wollen. Die Übung gehört zum Stil Musical und bekommt deshalb Vorrang in deinem Tagestraining, wenn du diesen Stil wählst. Wärm dich vorher mit Lippenflattern – Sirene und „Näi“ 1-3-5-8-5-3-1 (Mix) auf. Sing danach Legit: runder Ton auf „o“ in der Höhe, um den Klang wieder zu etwas Weicherem und Runderem zurückzuführen.
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