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Gesangsübungen
81 Übungen in 11 Kategorien. Wähle eine, lies, wie sie geht, und übe sie in der App mit Live-Tonhöhenfeedback.
Aufwärmen
Sanftes Summen, Sirenen und Triller. Immer hier anfangen.
- Summen auf einem Ton Geschlossene Lippen, ein „mmm“, das du in Lippen und Nase spürst. Vier Sekunden, ruhig.
- Summen 5-4-3-2-1 Fünf Töne abwärts auf „mmm“. Wärmt auf, ohne die Stimmlippen zu belasten.
- Lippenflattern – Sirene Die Lippen flattern wie ein Motorboot, der Ton gleitet eine Oktave hoch und zurück.
- „U“-Sirene (Oktave) Weiches Glissando auf und ab auf „u“. Verbindet Tiefe und Höhe der Stimme.
- „Ng“-Sirene (Quinte) Der Laut am Ende von „laNG“. Führt die Resonanz in die „Maske“.
- Sanftes 1-2-3-2-1 Drei Töne auf und ab. Wechsle den Vokal: mi, me, ma.
- Seufzer abwärts (Gähnen) Von einem hohen „haa“ frei nach unten, wie ein müder Seufzer. Entspannt den Kehlkopf.
Tonleitern
Intonation Schritt für Schritt. Die Basis sauberen Singens.
- 5-Ton-Leiter Der Klassiker: fünf Töne hoch und zurück. Die wichtigste Intonationsübung.
- Dur-Tonleiter (Oktave) Eine ganze Oktave auf und ab.
- Moll-Tonleiter Natürliches Moll – dunklerer Klang, typisch für Balladen.
- Dur-Pentatonik Fünf Töne, aus denen fast alle Pop-Runs gebaut sind.
- Chromatik (5 Halbtöne) Jeder Ton einen Halbton höher. Ein extremer Intonationstest.
- 9-Ton-Leiter Mehr als eine Oktave – du durchquerst das Passaggio in beide Richtungen.
- Dur-Tonleiter abwärts Von der Oktave nach unten. Lehrt, in der Tiefe nicht abzusacken.
- Gebrochene Terzen 1-3-2-4-3-5-4-6-5... Trainiert das Denken in Intervallen.
Arpeggien
Sprünge über Akkordtöne. Treffsicherheit und Registerverbindung.
- Dur-Dreiklang 1-3-5-3-1 Der gebrochene Grundakkord.
- 1-3-5-8-5-3-1 Akkord mit Oktave. Die beliebteste Übung im Gesangsunterricht.
- Moll-Dreiklang Der gebrochene Mollakkord.
- Oktavsprung 1-8-1 Ein Sprung, aber ein großer. Verbindet Register.
- Dominantakkord 1-3-5-b7-8 Eine kleine Septime zwischen Quinte und Oktave – bluesiger Klang.
- Staccato 1-3-5-8-5-3-1 Kurze, getrennte Töne. Trainiert einen schnellen, präzisen Ansatz.
- 1-5-8-5-1 Quinte und Oktave – das Gerüst jedes Akkords.
Intervalle
Bestimmte Abstände zwischen Tönen treffen.
- Intervall: große Sekunde Du singst einen Ton, springst 2 Halbtöne hoch und zurück.
- Intervall: große Terz Du singst einen Ton, springst 4 Halbtöne hoch und zurück.
- Intervall: kleine Terz Du singst einen Ton, springst 3 Halbtöne hoch und zurück.
- Intervall: reine Quarte Du singst einen Ton, springst 5 Halbtöne hoch und zurück.
- Intervall: reine Quinte Du singst einen Ton, springst 7 Halbtöne hoch und zurück.
- Intervall: große Sexte Du singst einen Ton, springst 9 Halbtöne hoch und zurück.
- Intervall: große Septime Du singst einen Ton, springst 11 Halbtöne hoch und zurück.
- Intervall: Oktave Du singst einen Ton, springst 12 Halbtöne hoch und zurück.
- Intervall-Mix 1-3-1-5-1-8-1 Immer größere Sprünge von derselben Basis.
Mix und Belt
Die Höhe deiner Stimme ohne Drücken. Kraftvolle, lange hohe Töne wie in großen Pop-Refrains.
- „Näi“ 1-3-5-8-5-3-1 (Mix) Ein nasales, „quengeliges“ NÄI. Bringt die Stimme in den Mix – Höhe ohne Schreien und ohne Falsett.
- „Gi“ 1-5-8-5-1 (Stimmlippenschluss) Ein hartes „G“ schließt die Stimmlippen, „i“ hält es dünn. Hohe Töne ohne Luft im Ton.
- „Mam“ 8-5-3-1 (von oben nach unten) Oben beginnen, nach unten gehen. Lehrt, die Leichtigkeit der Höhe in die Tiefe zu tragen.
- „Wi“-Sirene durchs Passaggio Der enge Vokal „i“ hilft, ohne Kippen durch den Stimmbruch (E4–G4 bei Männern) zu fahren.
- Belt: langer Ton auf „ä“ Ein kräftiger, heller, offener Ton auf „ä“ (wie in „Bär“). Vier stabile Sekunden, in der Höhe.
- Messa di voce auf hohem Ton Leise → laut → leise auf einem hohen Ton. So bauen große Pop-Refrains Spannung auf.
- Kippen ins Falsett 1-8-1 auf „u“ Unterer Ton in Bruststimme, oberer im leichten Falsett, zurück. Ein Markenzeichen des Akustik-Pop.
- Falsett: langes hohes „u“ Ein leichtes, luftiges Falsett auf „u“ oberhalb deines Brustumfangs.
- Sprung 1-5-8 mit Halten oben Zwei Sprünge nach oben und drei Sekunden auf dem Gipfel. Ein emotionaler „Ausbruch“ wie im Refrain.
Riffs und Runs
Pentatonik, Verzierungen und Pop-Scoops. Akustik-Pop-Stil.
- Pentatonischer Run abwärts 8-6-5-3-2-1 Der häufigste Run im Pop – von der Oktave schnell die Pentatonik hinunter.
- Pentatonischer Run aufwärts Ein Anlauf nach oben, der auf einer langen Oktave endet.
- Blues-Run (Moll-Pentatonik) Die dunklere R&B-Version des Runs. Septime und kleine Terz.
- Doppelschlag 5-6-5-3-1 Die klassische Pop-„Verzierung“ am Phrasenende.
- Mordent 1-2-1 und 1-7-1 Ein schnelles „Antippen“ des Nachbartons und zurück. Oberer und unterer Mordent.
- Pop-Scoop (in den Ton gleiten) Ein kurzes, bewusstes Gleiten von unten in den Zielton. Ein Effekt, keine Gewohnheit.
- Langer Run 8-7-6-5-4-3-2-1 Die ganze Tonleiter abwärts in schnellem Tempo.
- Rhythmische pentatonische Phrase Eine kurze Phrase mit Synkope – wie eine Zeile in einem Song.
Atem und lange Töne
Stütze, Stabilität, Messa di voce, Vibrato.
- Langer Ton 6 s Halte einen Ton 6 Sekunden gleichmäßig.
- Langer Ton 10 s Zehn Sekunden ohne Wackeln und ohne Absacken.
- Langer Ton 15 s Fünfzehn Sekunden. Das Niveau eines großen Balladen-Refrains.
- Stabilität: 3 lange Töne Drei Akkordtöne à 4 Sekunden, mit Atem dazwischen.
- Messa di voce (leise → laut → leise) Crescendo bis zur Mitte, dann Decrescendo. Die Tonhöhe bleibt stehen.
- Lange Phrase auf einem Atem (12 s) Elf Töne legato auf einem Atem. Phrasen in Pop-Balladen sind manchmal länger.
- Zischen „sss“ auf Zeit Lass die Luft auf „sss“ so lange wie möglich entweichen. Wir messen Sekunden. Ziel: 30+.
- Vibrato auf langem Ton Beginne gerade, nach einer Sekunde lass ein natürliches Schwingen zu. Wir messen Frequenz (Ziel 5–7 Hz) und Tiefe.
- Gerader Ton ohne Vibrato Das Gegenteil von Vibrato: ein perfekt gerader, unbewegter Ton. Der Pop-„Straight Tone“.
Beweglichkeit
Schnelle Tonleitern und Melismen. Präzision im Tempo.
Gehör
Hören und nachsingen. Ohne die Noten zu sehen.
- Ton nachsingen Du hörst einen Ton und singst ihn nach. Der Ton wird erst nach deiner Antwort gezeigt.
- Intervall nachsingen Zwei Töne – sing beide nach.
- 3 Töne nachsingen Eine kurze zufällige Dreiton-Melodie.
- 5 Töne nachsingen Fünf zufällige Töne aus der Tonleiter.
- Akkord nachsingen (gebrochen) Ein zufälliger Dur- oder Molldreiklang. Erkennen und nachsingen.
Melodien
Lieder und originale Pop-Phrasen. Mit Text singen.
- Bruder Jakob (Frère Jacques) Eine einfache, bekannte Melodie. Aufwärmen mit Text.
- Twinkle Twinkle Little Star Ein Quintsprung am Anfang, dann die Leiter hinunter.
- Ode an die Freude (Beethoven) Das Thema der 9. Sinfonie. Nur Sekunden – ein Intonationstest Schritt für Schritt.
- Happy Birthday Ein Oktavsprung in der dritten Phrase. Eine klassische Falle.
- Jingle Bells (Refrain) Rhythmisch, repetitiv. Trainiert das Halten desselben Tons.
- Stille Nacht Großer Umfang (1,5 Oktaven) und lange Töne. Eine Ballade in Reinform.
- Amazing Grace Pentatonik in der Praxis. Melismen auf „zing“, „a“, „was“, „but“.
- When the Saints Go Marching In Energisch, mit langen Tönen an den Phrasenenden.
- Pop-Phrase: akustische Strophe Eine originale Phrase im Stil akustischer Strophen: tiefe Lage, Moll-Pentatonik, Sprechrhythmus.
- Pop-Phrase: Refrain mit hohem Ton Ein originaler Refrain: Sprung zur Oktave und 3 Schläge halten. Zweimal.
- Pop-Phrase: Falsett-Hook Ein originaler Hook: zweimal hoch ins Falsett und die Pentatonik hinunter.
- Pop-Phrase: Belt Eine originale Phrase: Anlauf 5-7-9 und ein vier Sekunden langer Belt auf der Oktave.
Werkzeuge
Stimmumfang-Test, freies Stimmgerät.