- Start
- Alle Übungen
- Mix und Belt
- Aufstieg zu einem langen, starken Ton
Aufstieg zu einem langen, starken Ton
Drei Schritte aufwärts in der Moll-Pentatonik und ein langer, kräftiger Ton auf der Quinte in der oberen Hälfte deines Stimmumfangs – ein typischer Schluss einer Rockphrase.
Grundton, kleine Terz, Quarte, Quinte: drei Schritte die Moll-Pentatonik hinauf in einen Ton, der sechs Schläge lang gehalten wird. Das ist der klassische Schluss einer Rockphrase, ein Anstieg, der auf einem langen, kräftigen Ton ankommt. Das Muster liegt in der oberen Hälfte deines Umfangs, du übst Kraft also dort, wo sie die meiste Sorgfalt verlangt. Auf „a“ hält der offene, helle Vokal den Klang vorn, und der Anstieg lehrt dich, ohne Schieben auf dem langen Ton anzukommen.
So geht's
- Hör dir im ersten Durchgang an, wie das Klavier das Muster allein spielt, und sing dann mit.
- Steig die drei Schritte auf einem leichten, gebundenen „a“ hinauf. Heb dir deine Kraft für den letzten Ton auf.
- Denk auf dem langen Ton an einen hellen Vokal, gleichmäßige Stütze und einen lockeren Kiefer. Kräftig, nicht so laut wie möglich.
- Beobachte die Piano-Roll: Der gehaltene Ton soll sechs Schläge lang grün und gerade wie ein Lineal bleiben.
- Die Wiederholungen steigen in Ganztönen durch die obere Hälfte deines Umfangs, hören etwa zwei Halbtöne unter deiner Obergrenze auf und kehren dann zurück.
Tipp vom Coach: Stark heißt nicht so laut wie möglich: heller Vokal, Stütze, lockerer Kiefer. Wenn es im Hals kratzt, singe leiser oder brich ab.
Worauf du achten solltest
Typische Fehler sind, den langen Ton lauter zu drücken, je höher er wird, und den Kiefer zu verspannen. Wenn der Ton zu kratzen beginnt, sing ihn leiser. Die Quinte wird beim Drücken gern zu hoch und sackt ab, sobald die Luft knapp wird, halte den Luftstrom also über alle sechs Schläge gleichmäßig. Eine Stimme, die heiser oder kratzig wird oder unter Druck kippt, ist ein Stoppsignal. Ruh dich aus und versuch es dann tiefer und leiser noch einmal.
Für wen
Stufe 2, für alle, die einfache Tonleitern schon sicher singen. Nutze sie im Hauptteil, sobald du warm bist. Mach vorher Twang auf „Nja“, damit der helle, schmale Klang bereit ist. Danach passt Starker Ton ohne Schwanken, wenn du einen einzelnen gleichmäßigen Ton für sich halten willst. Wenn du den Stil Rock gewählt hast, gibt das Tagestraining ihr einen kleinen Vorrang.
Öffnet die App im Browser. Kostenlos starten, ohne Konto. Setz vorher Kopfhörer auf.
Verwandte Übungen
- „Näi“ 1-3-5-8-5-3-1 (Mix) Ein nasales, „quengeliges“ NÄI. Bringt die Stimme in den Mix – Höhe ohne Schreien und ohne Falsett.
- „Gi“ 1-5-8-5-1 (Stimmlippenschluss) Ein hartes „G“ schließt die Stimmlippen, „i“ hält es dünn. Hohe Töne ohne Luft im Ton.
- „Mam“ 8-5-3-1 (von oben nach unten) Oben beginnen, nach unten gehen. Lehrt, die Leichtigkeit der Höhe in die Tiefe zu tragen.
- „Wi“-Sirene durchs Passaggio Der enge Vokal „i“ hilft, ohne Kippen durch den Stimmbruch (E4–G4 bei Männern) zu fahren.
- Twang auf „Nja“ Ein helles, schmales „nja“ auf den ersten fünf Stufen der Tonleiter, mit Halten auf der Quinte. Twang ist die sichere Basis der Rock-Schärfe – die Stimme klingt scharf, während der Hals locker bleibt.
- Moll-Pentatonik Die Moll-Pentatonik aufwärts bis zur Oktave und zurück – die Grundskala der Runs in R&B und Soul. Kleine Terz und Septime geben einen dunkleren Klang als die Dur-Pentatonik.