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Weite Intervalle ohne Klavier
Sprünge auf Stufen der Dur-Tonleiter, bunt gemischt: Quinte, Terz, Sexte, Quarte, Septime und Oktave. Du hörst nur den ersten Ton – Intonation ohne Hilfe, wie in einem A-cappella-Chor.
Sechs Töne aus der Dur-Tonleiter in Zickzack-Reihenfolge: vom Grundton hinauf zur Quinte, zur Terz, zur Sexte, zur Quarte, zur Septime und zur Oktave. In Halbtönen: 7, 4, 9, 5, 11, 12. Die Linie geht also eine Quinte aufwärts, eine kleine Terz abwärts, eine Quarte aufwärts, eine große Terz abwärts, einen Tritonus aufwärts und einen Halbton weiter zur gehaltenen Oktave. Das Klavier gibt nur den ersten Ton vor, den Rest stimmst du selbst ab, wie ein A-cappella-Chor.
So geht's
- Hör dir den Vorgabeton an und sing ihn dann stumm im Kopf, denn er ist dein Grundton.
- Sing „la“ durch die Balken: Quinte, Terz, Sexte, Quarte, Septime und dann die Oktave zwei Schläge lang.
- Hör jedes Ziel im Kopf, bevor du springst, und nutze die Höhe der Balken auf der Pianorolle als Landkarte.
- Hetz nicht, und wenn die Sprünge verschwimmen, verringere das Tempo mit dem Regler.
- Ruh dich aus und wiederhole einen Halbton höher, denn nahe dem oberen Ende deines Umfangs dreht das Muster wieder abwärts.
Tipp vom Coach: Die große Septime liegt direkt unter der Oktave und zieht zu ihr hin – lass sie nicht absacken. Hör jeden Sprung zuerst im Kopf.
Worauf du achten solltest
Der Sprung von der Quarte hinauf zur Septime ist ein Tritonus, ein unbequemes Intervall, bei dem Sänger oft zu tief landen. Auch die Septime sackt ab, wenn du ihre Mitte anpeilst; sie zieht zur Oktave, also setz sie hoch an. Ohne Klavier kann die Tonhöhe langsam wegwandern, prüfe deshalb, ob die letzte Oktave wie dein Grundton klingt. Halte die Lautstärke gleichmäßig und die Höhe leicht. Hör auf, wenn du dich anstrengst.
Für wen
Eine Übung der Stufe 3 für Sängerinnen und Sänger, die die Übung Intervalle vom Grundton, ohne Klavier bereits beherrschen und härtere Sprünge ohne Sicherheitsnetz wollen, etwa Chor- und Ensemblesänger. Nutze sie im Hauptteil nach Intervall-Mix 1-3-1-5-1-8-1. Wenn sie immer wieder danebengeht, wiederhole zuerst Intervall: große Septime. Sie gehört zu keinem festen Programm; das Tagestraining bevorzugt sie beim Stil Klassik & Chor.
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Verwandte Übungen
- Intervall: große Septime Du singst einen Ton, springst 11 Halbtöne hoch und zurück.
- Intervall: Oktave Du singst einen Ton, springst 12 Halbtöne hoch und zurück.
- Intervall-Mix 1-3-1-5-1-8-1 Immer größere Sprünge von derselben Basis.
- Oktavsprung mit starkem Gipfel Ein Oktavsprung und ein gehaltener Gipfel, dann ein neuer Einsatz auf dem oberen Ton und der Weg nach unten über Töne der Moll-Pentatonik bis zum Grundton.
- Fünf Vokale auf einem Ton Ein Ton und fünf Vokale nacheinander: mi, e, a, o, u – ohne Lücken dazwischen. Das trainiert gleichmäßige Vokale und Legato: Tonhöhe und Klangfarbe bleiben, nur die Mundform ändert sich.
- Gebrochene Terzen 1-3-2-4-3-5-4-6-5... Trainiert das Denken in Intervallen.